Weihnachten mit Discofieber

Weihnachtszeit ist Deko-Zeit. Überall beginnen Menschen schon vor der Adventzeit, ihre Häuser und Wohnungen zu schmücken. Nicht nur im Inneren, auch an den Fenstern, im Vorgarten, auf dem Balkon und sogar an der Hauswand findet man verschiedenste Leuchtutensilien.

Bitte denkt auch daran, dass die unnatürliche Beleuchtung in der Nacht negative Auswirkungen auf die umliegende Natur haben kann. (Foto: blickpixel © pixabay)

Ob man das jetzt schön oder kitschig findet, ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Dass diese Dekorationen jedoch auch ein Sicherheitsrisiko darstellen oder zu Nachbarschaftsstreitigkeiten führen können, daran denkt man im Normalfall nicht. In der düsteren Jahreszeit ist es nun mal so, dass man in der Dunkelheit zum Arbeitsplatz fährt und diesen meist im Dunkeln wieder verlässt. Hängt auch noch ein Nebelvorhang in der Luft und sind die Straßen nass, dann wird es besonders interessant. Dann spiegeln sich zusätzlich auch noch die Straßenbeleuchtung und die Lichter der anderen Verkehrsteilnehmer und man fühlt sich als Autofahrer von allen Richtungen geblendet. Das macht es zusätzlich schwer, die meist dunkel bekleideten Gestalten auf der Straße rechtzeitig zu entdecken. In der Adventzeit kommt dann, wie bereits erwähnt, schließlich auch noch die Weihnachtsbeleuchtung hinzu.

Mit besinnlicher und ruhiger Weihnachtszeit hat das oft nichts mehr zu tun, erinnert eher an Discofeeling. Grelle Farben, die dann zu allem Überfluss auch noch blinken, sind weitere Störfaktoren, die natürlich nicht zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Auch mit den lieben Nachbarn kommt es in der Vorweihnachtszeit häufiger zum Streit. Aber ehrlich, wer hat schon Lust, in der angeblich ruhigen und besinnlichen Zeit, ständig von der rot leuchtenden, blinkenden Lichterkette des Nachbarn geblendet zu werden. Aus Sicherheitsgründen sollte daher, besonders in der Nähe von Straßen und um des lieben Friedens willen, direkt vorm Nachbarsfenster auf intensiv farbiges und auch auf blinkendes Licht verzichtetet werden.

Abgesehen davon ist es sinnvoll und in manchen Fällen auch notwendig, die Beleuchtung zumindest zwischen 22:00 und 6:00 Uhr auszuschalten, dann kann niemand meckern. Das gilt übrigens nicht nur für die Weihnachtsbeleuchtung, sondern prinzipiell für Außenbeleuchtungen, welche nicht der Sicherheit dienen. Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich dies ganz einfach bewerkstelligen und spart natürlich auch Geld.

Wer das Glück hat, in unmittelbarer Umgebung seines Wohnsitzes weder Straßen mit größerem Verkehrsaufkommen, noch Nachbarn zu haben, die sich gestört fühlen könnten, der lebt wahrscheinlich am Stadtrand. Aber auch hier sollte intensives und blinkendes Licht in der Nacht vermieden werden. Denn unnatürliche Beleuchtung kann negative Auswirkungen auf die umliegende Natur haben. Wildlebende Tiere müssen in der kalten Jahreszeit ihre Energie schonen, um den Winter überstehen zu können. Das Licht kann die Tiere irritieren und sie in ihrer Nachtruhe stören.

Eine Alternative stellt etwa die gute alte Kerze dar. Gut gesichert in einer Laterne, kann ihr weder Wind noch Wetter etwas anhaben. Und ganz ehrlich, keine der zahllosen Girlanden und Blinklichtketten wird jemals so eine ruhige, angenehme und vorweihnachtliche Stimmung verbreiten, wie der Kerzenschein es kann.

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