Wenn die Chemie nicht stimmt

Wir finden auch nicht alle Menschen sympathisch und im Normalfall können wir es einrichten, diesen unsympathischen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen. Warum glauben wir dann eigentlich, dass wir unseren LEDs jeden x-beliebigen Dimmer zumuten können?

Mit einem Dimmer lässt sich schnell und einfach die Stimmung in einem Raum ändern. (Foto: Kopp)

Die LED ist das Leuchtmittel der Zukunft. Sie ist energiesparend, wandelbar und setzt in Sachen Beleuchtung ganz neue Maßstäbe. Der Nachteil dabei ist: Wo es viele Möglichkeiten gibt, da kann man auch viel falsch machen: Wie etwa den falschen Partner für die LED auswählen. Glauben wir tatsächlich, wir können sie einfach – wortwörtlich – mit irgendeinem Dimmer verkuppeln? Da könnte es schon mal heiß hergehen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass sich die beiden »bekämpfen«, bis einer oder sogar beide daran zugrunde gehen. Das ist dann wohl das Worst-Case-Szenario. Was aber auch sehr, sehr lästig sein kann ist, wenn die LED Lampe zu flackern beginnt. Man versucht, mit »draufklopfen« und »herumdrehen« etwas zu bessern. Funktioniert das nicht, so wird gleich die gesamte LED-Technologie schlechtgemacht. Aber wie soll sie sich denn sonst äußern? Sie kann nicht einfach sagen: „Du entschuldige, zwischen dem Dimmer und mir stimmt einfach die Chemie nicht.“ Und so flackert sie dann eben vor sich hin und tut ihren Unmut kund. Klar, dass das nicht gut gehen kann, weder für die LED noch für den Dimmer und schon gar nicht für die Bewohner, die durch dieses optische Szenario auch schon mal ihre guten Manieren vergessen können.

Tatsächlich ist die Lösung im Normalfall ganz einfach: Man darf eben nicht irgendeinen Dimmer nehmen, sondern man muss schon darauf achten, dass Leuchtmittel und Dimmer miteinander harmonieren. Und dafür gibt es ein paar Regeln:

  • (Dimmbare) LEDs sollten grundsätzlich nur mit LED-tauglichen Dimmern betrieben werden.
  • LEDs benötigen Gleichstrom (im Gegensatz zu Halogen- und Glühlampen, die mit Wechselstrom betrieben werden), daher brauchen LEDs zusätzlich ein Vorschaltgerät, das den Strom umwandelt. Das macht das Ganze natürlich nicht einfacher, denn in Wahrheit handelt es sich nun um eine Dreiecksbeziehung, in der alle miteinander klarkommen müssen. Dass das nicht einfach ist, könnt ihr euch sicher vorstellen. Zum Glück gibt es ein Deklarationssystem, mit dem LED-taugliche Dimmer erkennbar sind. Dazu findet man auf dem Typenschild eines LED-tauglichen Dimmers, neben den bekannten Angaben R, L und/oder C ((R) für ohmsche Lasten, (L) induktive Lasten und (C) kapazitive Lasten) bzw. den entsprechenden Symbolen, den Hinweis »LED«* für LED-Leuchtmittel.
  • Weiters verwenden Hersteller von LED-Leuchtmitteln Logos*, durch die der Hersteller den Kunden darüber informiert, ob das LED-Leuchtmittel dimmbar ist oder nicht.
  • Viele Hersteller von LED-Leuchtmitteln stellen zusätzliche Hinweise zur Verfügung (Web-Seite und/oder Betriebsanleitung), ob und mit welchen Dimmertypen (Phasenan- bzw. Phasenabschnittdimmern) gedimmt werden soll bzw. auch exakte Typenbezeichnungen von Dimmern und deren Herstellern. Diese Hinweise sollten immer vorrangig berücksichtigt werden.

Dimmen von LED-Lampen und LED-Leuchtmitteln

Sind diese grundsätzlichen Dinge abgeklärt, beginnt der schöne Teil: die Designauswahl. Bei Kopp gibt es verschiedene Arten von LED-Dimmer: Druck-Wechsel-Dimmer oder Funkdimmer in vielen verschiedenen Schalterdesigns. Lassen Sie sich inspirieren, seien sie kreativ und setzen sie stilvolle Akzente mit den tollen Designs.

Ob ihre LED und der Dimmer letztendlich das Traumpaar schlechthin werden, sei einmal dahingestellt. Sie werden sich mit Sicherheit vertragen und das ist in einer Beziehung schon einmal viel wert, oder nicht?

*Sollten Sie Zweifel betreffs der Kompatibilität haben, wenden Sie sich an Ihren kompetenten Fachmann vor Ort oder direkt an uns.


Anmerkungen:
*) Lt. Vorschrift (DIN EN60669-2-1 (VDE 0632-2-1)) sind die Angaben der Lastarten auf dem Dimmer/BA per Symbol (elektronischer- und mechanischer Transformator, Glühlampensymbol, Energiesparlampensymbol und Motorsymbol) vorgeschrieben.
In der aktuell in Beratung befindlichen Neuauflage der Vorschrift ist der Schriftzug „LED“ für LED-Lichtquellen hinzugekommen.
Die Bezeichnungen „R, C, L & M“ dagegen stammen vom ZVEI, d. h. sind „freiwillig“.
Das auf den LED-Leuchtmitteln befindliche Symbol für dimmbar oder nicht dimmbar ist m. W. nicht durch VDE/EN oder ZVEI inszeniert bzw. abgedeckt. Wahrscheinlich eine Vereinbarung unter den Herstellern.
Es wird, mehr oder weniger stillschweigend, davon ausgegangen, dass sich die Ausführungen auf 230V-LED-Leuchtmittel beziehen.

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