Zahlst du noch oder speicherst du schon?

Strom selbst erzeugen, an sonnigen Tagen den Überschuss speichern und für die Nacht- bzw. düsteren Stunden aufheben – das wäre schon was … 

Die mit Hilfe einer Photovoltaikanlage erzeugte Energie kann entweder vor Ort genutzt, gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. (Bild: Fotolia © Ezume Images)

Ihr wisst wahrscheinlich schon, worauf ich hinaus will: Ja genau, auf das Thema Sonnenenergie – dieses gewinnt immer mehr an Relevanz. Denn die Akzeptanz der Österreicher und Österreicherinnen betreffend erneuerbaren Energien im Allgemeinen und Photovoltaikanlagen im Speziellen ist hoch. Spricht man von erneuerbaren Energien, dann werden diese in erster Linie mit den Begriffen Solarenergie bzw. Photovoltaik assoziiert. Das bestätigt auch die Studie »Erneuerbare Energien in Österreich 2016« der Wirtschaftsuniversität Wien, die gemeinsam mit Deloitte und Wien Energie durchgeführt wurde. 

Strom selbst erzeugen zu können, bedeutet Unabhängigkeit und genau diesen Unabhängigkeitsgedanken hegen auch Herr und Frau Österreicher. Dies geht eindeutig aus der Studie hervor, denn »Unabhängigkeit von Energielieferanten« wird nach »Umwelt- bzw. Klimaschutz« und »Wirtschaftlichkeit« als Hauptgrund für den Einsatz von erneuerbaren Energien genannt.

Immerhin haben bereits 14 Prozent der Befragten eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihres Hauses. Nahezu ebenso viele gaben an, die Installation einer solchen zu planen und auch die Bereitschaft, eine Photovoltaikanlage zu leasen, ist vorhanden.

Um den selbsterzeugten Strom nicht nur an den (Sonnen-)Tagen verwenden zu können, an denen produziert wird, gibt es die Möglichkeit der Speicherung. In einem Stromspeicher wird, wie der Name schon sagt, der selbstproduzierte Strom zwischengespeichert und kann somit rund um die Uhr selbst konsumiert werden. Somit besteht die Möglichkeit, den Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom von 30-40 % auf bis zu 70 % zu erhöhen. Das ist rentabler, als den überschüssigen Strom in das Stromnetz einzuspeisen, da die hier erzielten Preise meist sehr gering sind. Die Anschaffungskosten eines Stromspeichers für ein Einfamilienhaus sind jedoch – je nach Leistung mit zwischen 6.000 und 15.000 Euro – relativ hoch und werden deshalb von den Befragten (noch) als Barriere gesehen.

Um finanzielle Anreize zur Errichtung einer Photovoltaikanlage bzw. zum Erwerb eines Stromspeichers zu schaffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für Photovoltaikanlagen gibt es bundesweite und länderspezifische Förderungen. In vielen Bundesländern gibt es auch finanzielle Zuschüsse für Stromspeicherungen-Lösungen. Einen guten Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten findet ihr auf der Seite des Bundesverbandes Photovoltaic Austria.

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